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Juni 2019

Sind Schwellenländer wieder attraktiv?

2018 war auch für Anleger, die in Schwellenländer investierten, kein einfaches Jahr. Die Emerging Markets verloren besonders stark. Doch wie in vielen anderen Märkten waren die hohen Verluste übertrieben und unbegründet. So schichten beispielsweise viele Aktienfondsmanager aktuell zugunsten der Schwellenländer um.

 Bei Emerging Markets Investments kann sich der Wind schnell drehen. Waren diese Märkte 2017 noch die Stars an der Börse, entwickelten sie sich 2018 zum Problemfall. Nach +35% im Vorjahr verzeichnete der MSCI Emerging Markets – der relevante Leitindex – 2018 deutliche Verluste.

Immerhin: Auch hier haben sich im weiteren Zeitablauf die Verluste relativiert und die Lage hat sich wieder beruhigt. Die Ängste an den Märkten waren übertrieben, auch wenn es einige Krisenherde gibt. Ein Problemfall ist beispielsweise die Türkei. Der Lira-Crash hatte eine Sogwirkung auch auf die anderen Schwellenländerwährungen.

Auch China ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Das Land führt gerade einen Handelskrieg mit den USA, was zu einer Abkühlung der Wirtschaft führen kann. Und für alle Schwellenländer gilt: Die Zinspolitik der Fed ist eine Art Damoklesschwert. Je stärker die Zinsen in den USA steigen, desto mehr Geld fließt aus den Schwellenländern ab.

Dennoch sehen viele Experten, wie beispielsweise Fondsmanager, aktuell gute Chancen in diesen Märkten. Zwar sind die genannten Probleme gegeben. Dennoch punkten diese Märkte mehrfach. China hat verschiedene Konjunkturprogramme aufgelegt. Die Staatsverschuldung der Schwellenländer ist im internationalen Vergleich insgesamt niedrig. Und trotz starker Verluste an den Börsen sind die dortigen Volkswirtschaften so stark gestiegen wie seit 2013 nicht mehr. 

Fazit: „Jetzt ist eine gute Zeit für Schwellenländeraktien“. Das meinen zumindest viele Fondsmanager und schichten entsprechend zugunsten dieser Märkte um. Tatsächlich deuten vielen Anzeichen in diese Richtung. So sind beispielsweise die Aktienbewertungen im Durchschnitt attraktiver als in den westlichen Märkten. Das kann sich positiv auf ein Anlegerportfolio auswirken. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass Emerging Markets heterogen sind. Nicht jeder Markt ist gleich attraktiv. Abhilfe können hier gut diversifizierte und aktiv gemanagte Aktienfonds schaffen.

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Bildquelle: www.pixabay.com 

Copyright/Quelle/Zuerst erschienen bei: https://www.netfonds.de/

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